Nöll macht modern.

An lange Wartezeiten im Bürgeramt musste man sich in Berlin viel zu lange gewöhnen. Dass man nun für einen Reisepass teilweise durch die ganze Stadt reisen muss, ist ein weiteres Ärgernis. Ich finde, als Moabiter sollte man seine Behördengänge auch künftig in Moabit erledigen können. Es kann nicht sein, dass die deutsche Hauptstadt sich dauerhaft eine der am schlechtesten organisierten Verwaltungen leistet. Mit Bürgerservice hat die jetzige Situation – trotz vieler engagierter Beamter – nichts mehr zu tun. Es krankt am System.

Zentrales digitales Postfach für jeden Behördenkontakt:
Andere Städte und Staaten auf unserer Welt sind beim eGovernment längst weiter als wir. Sogar in Singapur kann man – mit dem System OneInBox – alle Verwaltungsangelegenheit auch digital erledigen. Dieses Ziel sollten wir uns auch für Berlin setzen. Die nötigen Kartenlesegeräte sollte die Stadt kostenlos zur Verfügung stellen.

Startup-Gründer für Verwaltungen gewinnen:
Berlin ist einer der Startups-Hotspots in Europa. Es wäre ein leichtes diese Kompetenzen zu nutzen um unsere Verwaltungsstrukturen zu verbessern. Barack Obama lässt sich beim Umbau der amerikanischen Verwaltung von Startup-Gründern beraten. Unser Regierender Bürgermeister sollte dem Vorbild folgen.

Bürgerämter zu Service-Center machen:
Unsere Verwaltung muss – für Bürger und Unternehmer – zu einer OneStopAgency werden. Mit einem Behördengang muss man alle Anliegen abarbeiten können, statt von A nach B geschickt zu werden. Statt der Suche nach Formular A38 brauchen wir endlich Bürgerservice.

Mehr:
Tim Adler: Blazing the E-government trail in Singapore