Nöll macht mobil.

In unserer Stadt leben 3,5 Millionen Menschen, die sich tagtäglich durch unsere Stadt bewegen. Dazu kommen Geschäftsleute und Touristen aus der ganzen Welt. Berliner Verkehrspolitik umfasst Flughäfen, Zebrastreifen und alles dazwischen. Wir brauchen eine vernünftige Abwägung zwischen Lebensqualität und wirtschaftlichen Bedürfnissen. Berlin liegt verkehrstechnisch im Herzen Europas. Diese Chance müssen wir nutzen.

Neuanfang beim Flughafen BER:
Beim geplanten Flughafen BER wollte man in Berlin mal wieder nicht auf Experten hören. Es macht halt doch Sinn, solche Bauprojekte einem Generalunternehmer zu überlassen. Jetzt haben wir den Salat. Es ist höchste Zeit für eine ehrliche Analyse: Der jetzige Planungsstand entspricht bereits nicht mehr den Bedürfnissen unserer Stadt. Abriss und Neubau gehören deshalb endlich ernsthaft in die Diskussion.

Der Flughafen Tegel muss bleiben:
Ob der BER fertig wird oder nicht: Mit Tegel einen funktionierenden innerstädtischen Flughafen zu schließen, ist wirtschaftspolitischer Unsinn. Berlin ist groß genug für zwei Flughäfen.

Unsere Straßen fit für das Fahrrad machen:
Über 100.000 Berliner haben für den Volksentscheid Fahrrad unterschrieben. Ich finde: Statt Juristen ein Gesetz machen zu lassen, Aktenvorgänge anzulegen und Papiere zu beraten, sollte man praxisnahe Lösungen finden. Eine Selbstverpflichtung des Senats wäre so eine Reaktion, die die Bedürfnisse der Menschen ernst nimmt und einen Mentalitätswechsel einleiten kann.

Straßenbahn bis zur Turmstraße bauen:
Es war einmal geplant, dass sich am U-Bahnhof Turmstraße U9 und U5 kreuzen. Es ist wichtig, dass wir die Straßenbahn vom Hauptbahnhof bis zur Turmstraße verlängern. Das ist günstiger und entlastet die überfüllten TXL-Busse. Darüber hinaus will ich innovative Verkehrskonzepte, auch von privater Seite, prüfen und fördern.

Mehr Parkplätze:
Parkplätze sind viel zu oft Mangelware. Wir brauchen dringend mehr Stellplätze. Es wäre ein Anfang, wenn Baustellen besser aufeinander abgestimmt werden. Viel zu oft werden an mehreren Stellen im Kiez gleichzeitig Parkplätze gesperrt. Mit ein wenig Koordination muss das nicht sein.

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